Versicherungsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

Leistungen der gesetzlichen KrankenkassenGrundsätzlich sind die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zu 95 Prozent gleich. Sie ergeben sich nämlich alle aus dem 6. Sozialgesetzbuch und danach müssen sich auch alle Krankenkassen richten.

Folgende Leistungen werden durch die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt:

  • Die ambulante und stationäre ärztliche Behandlung
  • Arznei und Heilmittel. Hier kommt es jedoch auf den Einzelfall an und ob die Patienten auch mit einem preisgünstigeren Generikum behandelt werden können. In einigen Fällen, wird die medikamentöse Behandlung anteilig bezahlt.
  • Krankengeld (zeitlich begrenzt)
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Mutterschaftshilfe
  • Familienhilfe für die erkrankten Angehörigen des Versicherten

Die gesetzliche Krankenversicherung richtet sich nach §12 des Wirtschaftlichkeitsgebots, aus dem hervorgeht, dass der Versicherte keine Leistungen in Anspruch nehmen darf, die unwirtschaftlich sind. Die Krankenkassen dürfen diese Leistungen nicht bewilligen. In Deutschland hat man momentan die Auswahl zwischen 118 gesetzlichen Krankenkassen. Jede bietet andere Zusatzleistungen an und auch der Beitrag unterscheidet sich teilweise sehr stark. Manche sind bundesweit tätig und andere wiederum nur regional. Jede Krankenversicherung hat Vor- und Nachteile. Es kommt ganz darauf an, was für den einzelnen Versicherten wichtig ist.

Welche Kriterien sind vergleichbar?

  1. Der Beitragssatz
  2. Die Zusatzleistungen
  3. Bonus und Geld-zurück-Programme

Alle 3 Kriterien spielen eine entscheidende Rolle.

Der Beitragssatz:

Beitrag zur KrankenversicherungBis vor 2 Jahren hatten alle Krankenkassen in Deutschland den gleichen Beitragssatz. Der Gesetzgeber hat das aber seit dem 1. Januar 2015 wieder geändert. Seitdem besteht der Beitrag aus dem allgemeinen Beitragssatz. Dieser beträgt 14,6 Prozent vom Bruttoeinkommen und wird jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und zur Hälfte von dem Versicherten gezahlt.
Das ist neu: Der Zusatzbeitrag. Dieser wird von jeder Krankenkasse selbst bestimmt. Hier gibt es Krankenkassen, die gar keinen Zusatzbeitrag verlangen und Kassen, die bis zu 1,9 Prozent vom Bruttoeinkommen verlangen. Man könnte meinen: Je teurer eine Krankenversicherung ist, desto besser sind ihre Leistungen. Dem ist aber leider nicht so. Denn oft haben die teureren Krankenkassen weniger Zusatzleistungen als die günstigen am Markt.

Die Zusatzleistungen:

Neben den Grundleistungen der gesetzlichen Krankenkassen, gibt es gewisse Zusatzleistungen, die normalerweise nicht im Gesetz vorkommen, die jedoch von manchen Krankenkassen mit übernommen werden.

Hierzu zählen unter anderem:

  • Homöopathie
  • Reiseschutzimpfungen
  • Osteopathie
  • Besondere Leistungen bei künstlicher Befruchtung oder Schwangerschaft
  • Zahnvorsorge und Reinigung
  • Gesundheitskurse und Reisen
  • Akupunktur bei chronischen Schmerzen

Hier sollte der Versicherte die für ihn passenden Leistungen auswählen, denn keine Krankenkasse bietet alle Leistungen an.

Bonus und Geld-zurück-Programme

Bonus und Geld zurückHier hat man als gesundheitsbewußter Mensch die Möglichkeit, sich bis zu 1000 Euro jährlich von der Krankenkasse zurück zu holen. Im Rahmen eines Bonusprogramms wird der Versicherte von der Krankenkasse belohnt, wenn er gewisse Faktoren nachweisen kann.

Zu diesen Faktoren zählen beispielsweise:

  • Ein normaler BMI
  • Vollständiger Impfstatus
  • Regelmäßige Zahnvorsorge
  • Fitness-Studio-Mitgliedschaft
  • Teilnahme an Gesundheitskurs

Die Krankenkasse belohnt dies entweder direkt mit Bargeld. Wenn der Versicherte besispielsweise 4 der genannten Faktoren eingehalten hat, bekommt er am Jahresende 150 Euro ausgezahlt oder aber als Guthaben auf einem Gesundheitskonto gutgeschrieben. Es gibt sogar Krankenkassen, die zahlen bis zu 150 Euro jährlich zu einer Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio dazu. Der Versicherte muss lediglich regelmäßige Besuche nachweisen.

Ein weiterer Versicherungsaspekt, sind die sog. Selbstbehalttarife oder auch Wahltarife: Dieser kommt für für diejenigen in Frage, die sehr selten zum Arzt gehen. Zu Beginn des Jahres wird mit der Krankenkasse ein Betrag vereinbart, mit dem der Versicherte für seine in Anspruch genommenen Leistungen selber aufkommt. Im Gegenzug erhält er dafür eine festgesetzte Prämie. Wenn der Versicherte also in einem Jahr kaum Leistungen in Anspruch genommen hat, kostet ihn das beispielsweise 65 Euro. Er bekommt dann aber von der Krankenversicherung im Folgejahr 500 Euro ausbezaht.